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VorwortHandbuch für deutsch-internationale Beziehungen, 2. Ausgabe
Der stetig zunehmende Bedarf an Informationen über fremde Länder, sei es aus
wirtschaftlichem, politischem, wissenschaftlichem, touristischem oder einfach nur
allgemeinem Interesse, ist nicht zu übersehen. Aufgrund dieser Entwicklung hat dieses Werk das Ziel, die Anschriften aller wichtigen Einrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland, die Informationen über das Ausland bereithalten, sowie die deutscher Verbindungsstellen im Ausland, zugänglich zu machen. (Auf Adressen von Vertretungen deutscher Firmen im Ausland wurde in der Regel verzichtet). Das Ergebnis dieser Nachforschungen liegt nun mit dem dreibändigen Handbuch für deutsch-internationale Beziehungen, 2. Ausgabe, vor. Die Arbeit an diesem Werk wurde von dem Gedanken geprägt, daß Begegnungen und ein größerer Erfahrungsaustausch zwischen den verschiedenen Nationen und Kulturen zur Ausbildung von gegenseitigem Respekt und Verständnis führt. Somit versucht die Redaktion mit diesem Nachschlagewerk auch einen Beitrag zur internationalen Völkerverständigung zu leisten. Im Vergleich zur ersten Ausgabe ergeben sich folgende Änderungen: Von den in der Erstausgabe enthaltenen rund 18.000 Einträge wurden ca. 6.000 nicht weiter geführt. Von den verbliebenen 12.000 Einträgen haben sich etwa 60% verändert. Das neue, nun dreibändige Verzeichnis enthält ca. 32.000 Einträge. Der in der ersten Ausgabe teilweise recht umfangreiche Bereich 'Sonstiges' wurde auf mehrere neue Rubriken aufgeteilt, um somit einen schnelleren Zugriff zu ermöglichen. Neben den üblichen Änderungen von Anschriften, sei es umzugsbedingt, durch Wahlen neuer Vorstände oder durch Zusammenlegung bislang seperater Einrichtungen ist zu erwähnen, daß sich in Deutschland viele Telefon- und Faxnummern, insbesondere durch die Einrichtung von ISDN geändert haben. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Ebenso wurden viele Telex-Anschlüsse aufgehoben und häufig neue E-Mail-Adressen eingeführt. Auch im Ausland fanden globale Änderungen in den Telefonnummerierungsplänen statt. Hier sind insbesondere die Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens, der ehemaligen Sowjetunion, Indochinas, der Karibik und Zentralamerikas, einige Staaten der USA und Kanadas, die Niederlande, Schweiz, Frankreich, Großbritannien, Australien, Israel, China usw. zu nennen. Auch haben einige Staaten seit der ersten Ausgabe des Handbuchs 1993 erstmalig bzw. neue Postleitzahlen eingeführt. Die Redaktion hat dieser Entwicklung Rechnung getragen. Alle im Manuskript enthaltenen Anschriften wurden mit Fragebögen angeschrieben. Darüber hinaus haben die meisten deutschen diplomatischen und konsularischen Vertretungen im Ausland wie auch die ausländischen Botschaften und Konsulate in Deutschland redaktionell zu diesem Verzeichnis durch Korrekturen und Ergänzungen zum Manuskript beigetragen, während Bibliothek und Dokumentation des Instituts für Auslandsbeziehungen in Stuttgart zur deutschsprachigen Presse im Ausland und zu den Deutsch-Ausländischen Kulturgesellschaften recherchierten. Die rund 32.000 Einträge verteilen sich mit Ausnahme des ersten bzw. allgemeinen Kapitels auf 243 Länder und Territorien; Kolonien oder andere abhängige Gebiete werden in einem eigenen Kapitel berücksichtigt. Die Recherchen beschränkten sich nicht auf die politisch oder wirtschaftlich bedeutendsten. Vielmehr wurden lückenlos alle Staaten und Territorien berücksichtigt. Bei der Aufnahme einer Anschrift wurde so weit wie möglich Neutralität gewahrt. Die Berücksichtigung einer Anschrift oder die Reihenfolge innerhalb der entsprechenden Rubrik entspricht keinem Werturteil. Da aus dem Namen einer Organisation nicht in jedem Fall auf deren Tätigkeitsfeld geschlossen werden kann, wurde teilweise ein Kurzprofil beigefügt. Anschriften wichtiger Institutionen, Verbände, Zeitschriften usw., die länderübergreifend tätig sind bzw. erscheinen, sind in allen entsprechenden Länderkapiteln aufgenommen, um dem Leser einen schnelleren Zugriff auf die gewünschte Information zu ermöglichen. Derartige Mehrfachnennungen wurden im Zuge des Korrekturbogenversands konkret zu den jeweiligen geographischen Schwerpunkten gefragt und erscheinen nur in diesen Kapiteln. Das erste Kapitel Allgemeine Informationsstellen mit internationalem Bezug berücksichtigt allgemeine länder- und kontinentübergreifende staatliche, parastaatliche, kirchliche oder privatrechtliche Informationsstellen, Dachverbände oder Vereinigungen aus den Bereichen Politik, Außenwirtschaft, Kulturaustausch, Entwicklungszusammenarbeit, Medien, Austausch und Begegnung, bis hin zu Internationalen Schulen, Ausländerbeauftragte, Anbieter interkultureller Trainings sowie Tropeninstitute, Völkerkundemuseen oder Institutionen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. Anschriften von und Informationen zu Institutionen, Gesellschaften etc., die Informationen über die Kontinente Afrika, Asien, die Ländergruppen Arabien und islamisch orientierte Länder, Lateinamerika/Karibik und Pazifik zur Verfügung stellen, werden in den darauf folgenden Kapiteln aufgelistet. Es folgen dann die Länderkapitel, bevor im Anhang der beiden Teibände "Europa" und "Afrika, Asien und Ozeanien" zusätzlich Anschriften von Informationsstellen zu Ländern, Territorien oder Volksgruppen zu finden sind, die nach Unabhängigkeit oder internationaler Anerkennung streben (s. Inhaltsverzeichnis). Die einzelnen Länderkapitel sind in mehrere Abschnitte gegliedert: Unter der Rubrik Diplomatische/Konsularische Vertretungen werden die Anschriften der Botschften, Generalkonsulate, Konsulate und Honorarkonsulate in hierarchischer Ordnung angegeben. Es folgen Informationen zu bilateralen Parlamentariergruppen. Adressen der deutschen Goethe-Institute oder anderer kultureller Institutionen im Ausland, sowie die der ausländischen kulturellen Institutionen in Deutschland sind im Abschnitt Kulturinstitute berücksichtigt. Das Verzeichnis Auslandsschulen enthält Anschriften offizieller deutscher Schulen im Ausland, die vom Auswärtigen Amt gefördert werden. Zusätzlich wird auf deutschsprachige Schulen hingewiesen, die entweder einem ausländischen Recht unterstehen oder lediglich an Wochenenden in deutscher Sprache unterrichten. Auch sind ausländische Schulen in Deutschland dieser Rubrik zugeordnet. Es folgen Hinweise auf Sprachlehrerverbände. Freundeskreise ehemaliger ausländischer Stipendiaten in Deutschland, z.B. der Carl Duisberg Gesellschaft, Alexander von Humboldt-Stiftung oder des Deutschen Akademischen Austauschdienstes finden sich in der Rubrik Wissenschaftsaustausch. Hier wird ebenso auf die Außenstellen vorgenannter Institutionen hingewiesen, sowie auf deutsche oder ausländische Forschungseinrichtungen, deren vorrangiges Ziel der Austausch von Informationen und Wissenschaftlern ist. Die Rubrik Wirtschaftsförderung und -information listet verschiedene deutsche und ausländische Einrichtungen auf, dessen Aufgaben die länder- oder regionalspezifische Wirtschaftsförderung sind, unabhängig davon, ob es sich um staatliche oder parastaatliche Einrichtungen, Wirtschaftsverbände oder spezialisierte Außenhandelsberatungen handelt. In dem Bereich Bankenvertretungen werden die Niederlassungen, Zweigstellen oder Repräsentanzen deutscher Banken im Ausland und ausländischer Banken in Deutschland angegeben. In den Rubriken Fluggesellschaften, Eisenbahnvertretungen, Fährdienste werden die den Transport betreffenden Unternehmen berücksichtigt. Auslandsfilialen der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) sowie der ausländischen Fremdenverkehrswerbung in Deutschland sind im Abschnitt Touristische Informationen zu finden. Die folgenden Rubriken betreffen. Deutschsprachige Zeitungen/Zeitschriften, den sprachlich oder regional spezialisierten Buchhandel, sowie Nachrichtenagenturen/Korrespondenten. Letzterer Kategorie sind auch deutschssprachige Radioprogramme im Ausland, sowie die in Deutschland erscheinenden fremdsprachigen Zeitungen oder die Fremdsprachendienste der Deutschen Welle und anderer Sender zugeordnet. Deutsch-Ausländische Gesellschaften und Vereinigungen zur Förderung der kulturellen Beziehungen, des Jugendaustausches und der Begegnung entnehmen Sie dem Abschnitt Bilaterale Vereinigungen/Freundschaftsgesellschaften/Völkerverständigung. Die deutsche Diaspora, seien es Deutsche Clubs, Geselligkeitsvereine, Freundeskreise ehemaliger Emigranten aus Deutschland oder Interessenvertretungen deutscher Siedlungsgebiete im Ausland wurde in dem Kapitel Deutsche Vereinigungen/Deutsche Minderheiten berücksichtigt, wobei die Zielsetzung dieser Vereine aus den Gegebenheiten vor Ort bzw. je nach politischem, geografischem oder historischem Hintergrund recht unterschiedlich sein kann. So sind z.B. die Tätigkeiten des German National Congress in den USA und die der Gesellschaft "Wiedergeburt" in der Russischen Föderation nur bedingt vergleichbar. Ebenso wird hier auch auf Landsmannschaftliche Vereinigungen verwiesen. Ausländische Vereinigungen in Deutschland, zumeist kultureller Natur, aber auch zum Informationsaustausch, für religiöse Feste und Begegnungen werden in dem folgenden Abschnitt berücksichtigt. Die Friedrich Ebert Stiftung, Friedrich Naumann Stiftung, Hanns Seidel Stiftung, Heinrich Böll Stiftung und Konrad Adenauer Stiftung betreuen in ausgesuchten Ländern Projekte, die der Sprach-, Aus- und Weiterbildung dienen sowie der Förderung der politischen bzw. demokratischen Bewußtseinsbildung. Sofern in einem Land eine der vorgenannten Stiftungen tätig bzw. mit einer Repräsentanz 'vor Ort' ist, wird in der Rubrik Politische Stiftungen darauf hingewiesen. Das Kapitel Entwicklungszusammenarbeit/humanitäre Hilfe weist sowohl auf deutsche parastaatliche, kirchliche Einrichtungen und Nichtregierungsorganisationen (NRO) oder sonstige Vereinigungen hin, die in dem entsprechenden Land Entwicklungs- oder Nothilfeprojekte durchführen oder unterstützen. Menschenrechtsorganisationen stellen die nächste Rubrik dar. Dieses können sowohl Interessenvertretungen ausländischer Volksgruppen, als auch Koordinierungsgruppen allgemein bekannter Organisationen, wie amnesty international, Internationale Gesellschaft für Menschenrechte usw. sein. Es folgen bilaterale Juristenverbände im In- und Ausland, sowie Einrichtungen, die in der Sozialberatung für ausländische Mitbürger in Deutschland tätig sind. Träger sind hier in der Regel der Caritas-Verband, die Arbeiterwohlfahrt oder vergleichbare Einrichtungen. Unter dem Stichwort Auslandsseelsorge sind die deutschsprachigen Kirchengemeinden, die in einem Rechtsverhältnis mit der Evangelischen Kirche Deutschlands oder der Deutschen Katholischen Bischofskonferenz stehen, sowie andere deutschsprachige Kirchengemeinden im Ausland verzeichnet. Zudem sind ausländische bzw. fremdsprachige evangelische und katholische Seelsorgedienste, Tempel, Moscheen o.ä. aller religiösen Orientierungen gelistet. In dem Abschnitt Wissenschaft und Forschung wird auf in der Regel interdisziplinäre, historische, philologische, gesellschaftspolitische oder wirtschaftswissenschaftliche Forschungsinstitutionen, teilweise universitärer Natur, auf Dokumentationszentren, Archive und/oder wissenschaftliche Vereinigungen hingewiesen, die zu dem entsprechenden Land tätig sind. Deutsche Vereinigungen oder Initiativen, die im Ausland z.B. einen Nationalpark unterstützen, Tierschutzprojekte oder Aktionen zum Schutz des Regenwaldes fördern, sind der Rubrik Umwelt-, Natur- und Artenschutz zu entnehmen. Die letzte Rubrik Sonstiges enthält Anschriften von Einrichtungen oder Verbände, die den vorgenannten Kapiteln nicht zuzuordnen sind, jedoch eine Informations- oder Kontaktstelle zu dem entsprechenden Land darstellen. Dieses können z.B. sein: Europäische Berufsberatungszentren, Anbieter sozialer Dienste im Ausland oder interkultureller Trainings, in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit tätige Institutionen, Solidaritätsgruppen, allgemeine Informationsstellen zur Nord-Süd-Thematik bis hin zu regional spezialisierten philatelistischen Interessenverbänden. Sofern in Deutschland zu den vorgenannten Rubriken keine entsprechende Einrichtung existiert, wurde nach Möglichkeit auf die geografisch nächstliegende Anschrift zurückgegriffen. So gibt es z.B. Korrespondenten diverser ausländischer Medien, Niederlassungen oder Repräsentanzen ausländischer Banken usw. in London, Paris, Brüssel etc., die in Deutschland nicht direkt vertreten sind. Trotz großer Sorgfalt bei der Zusammenstellung der Informationen können Fehler nicht ausgeschlossen werden, auch kann weder die Redaktion, noch das Auswärtige Amt oder das Institut für Auslandsbeziehungen für die Richtigkeit oder Seriösität der in diesem Verzeichnis enthaltenen Anschriften bürgen. Ein Nachschlagewerk dieser geografischen und thematischen Tiefe kann nicht den Anspruch auf absolute Vollständigkeit erfüllen. Aus diesem Grunde ist die Redaktion auf jeden Ergänzungs- und Korrekturhinweis für die nächste Ausgabe dankbar. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall an die Redaktionsleitung: Burkhard Herbote Weststr. 25, D-59269 Beckum Tel: 02521-823333, Fax: 02521-823334 E-Mail: burkhard(at)herbote.com Ob Sie nun für eine Reportage recherchieren, Interviewpartner, Referenten für ein Seminar oder Geschäftspartner suchen, ob Sie im kulturellen Austausch, in der Entwicklungszusammenarbeit oder in der Touristikbranche tätig sind oder werden wollen: die Redaktion wünscht Ihnen viel Erfolg bei Ihren Bemühungen zum Aufbau internationaler Kontakte. Möge Ihnen das Handbuch für deutsch-internationale Beziehungen dabei als Schlüssel dienen. Zum Schluß sei allen Dank ausgesprochen, die an dem Entstehen dieses Werkes maßgeblich beteiligt waren. Ohne die vielen, über den ganzen Erdball verteilten Mitarbeiter und Vertreter von Behörden, Firmen und Verbänden wäre die Umsetzung dieses Werkes undenkbar.
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